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Restmüll

Müllverbrennung

Die niederösterreichische Müllverbrennungsanlage befindet sich in Zwentendorf/Dürnrohr. Betreiber ist die AVN - Abfallverwertung Niederösterreich GesmbH & Co KG. Die Anlage wurde in unmittelbarer Nähe zum Kohle- und Gaskraftwerk Dürnrohr errichtet und arbeitet mit diesem in einem Energieverbund zusammen. Die bei der Müllverbrennung gewonnene Energie dient im Kraftwerk zur Stromerzeugung. Dadurch werden im Jahr ca. 100.000 Tonnen Kohle und 10 Mio. Kubikmeter Gas eingespart.

Die Müllverbrennungsanlage ist für 500.000 Tonnen Abfall pro Jahr konzipiert, wobei ein Großteil des Mülls von den niederösterreichischen Abfallverbänden kommt.

Müllanlieferung

Die Anlieferung des Rest- und Sperrmülls erfolgt zu 90% mit der Bahn. Nur der aus nächster Nähe stammende Müll wird per Lkw transportiert. Der Transport auf der Bahn erfolgt in Spezialcontainern, diese werden bei den einzelnen Müllumladestationen (10 in ganz Niederösterreich) beladen.

Der angelieferte Müll wird in den so genannten Bunker gekippt. Durch Luftschleusen wird beim Entleeren des Mülls in den Bunker jede Geruchsbelästigung verhindert. Der Bunker kann so viel Müll aufnehmen, dass auch mehrere Feiertage ohne Müllanlieferung problemlos überbrückt werden können. Der Bunker hat ein Fassungsvermögen von 40.000m3 und ist damit der größte Europas. Mit einem Greiferkran
wird der Restmüll vom Bunker in einen Trichter befördert und von dort genau dosiert auf dem Verbrennungsrost verteilt.

Die Feuerung

Hier findet die eigentliche Verbrennung statt. Auf dem Verbrennungsrost verbrennt der Restmüll bei einer Temperatur von ca. 1.000°C. Die nötige Verbrennungsluft wird eingeblasen, der Müll automatisch vorgeschoben und damit ständig geschürt.

Nur in den kurzen Phasen des Anheizens und Abfahrens der Anlage muss Energie in Form von Erdgas zugeführt werden.
Bei der Verbrennung verwandeln sich die brennbaren Bestandteile des Restmülls in Rauchgas, die unbrennbaren in Asche und Schlacke.

Die Erzeugung von Energie

Während des Verbrennens entstehen Rauchgase. Die entstehende Wärme wird über Heizflächen an das im Kessel befindliche Wasser übertragen. Dadurch entsteht Wasserdampf für die Stromerzeugung und die Fernwärmeheizung. Die Rauchgase kühlen von 1.000°C auf 160°C ab.

Die Rauchgasreinigung

Die Rauchgase durchlaufen danach eine dreistufige Reinigung (trocken, nass und katalytisch). Zuerst scheiden Gewebefilter Staubpartikel und damit auch organische Schadstoffe wie Dioxine und Furane ab. Es folgt die nasse Reinigung, bei dieser werden Schwermetalle, Chloride und Fluoride ausgewaschen. Außerdem wird das Rauchgas entschwefelt, wobei das Abfallprodukt Gips entsteht. In der katalytischen Reinigungsstufe werden die Stickoxide auf ein Minimum reduziert. Bevor die gereinigten Rauchgase durch den Kamin ins Freie gelangen, werden ihre Qualität und ihre Inhaltsstoffe noch von zahlreichen Messeinrichtungen überprüft.

Rückstände

Beim Verbrennungsprozess bleibt eine inerte, gesteinsähnliche Schlacke zurück. Diese kann ebenso wie die Asche aus dem Kessel problemlos deponiert werden. Auch der Einsatz im Straßenbau ist möglich.

Der Filterkuchen aus der Rauchgasreinigung enthält in hoch konzentrierter Form alle Schadstoffe, die im Restmüll vorhanden waren. Er wird in speziellen Deponien gelagert. Viele Inhaltsstoffe des Filterkuchens, wie z.B. Cadmium, Blei und Fluor, könnten in Zukunft zur Rückgewinnung von Rohstoffen dienen.

Ein weiteres Abfallprodukt ist Gips. Dieser fällt bei der Entschwefelung des Rauchgases an und kann in der Bauindustrie verwendet werden.

Durch die Müllverbrennung wird das Ausgangsgewicht von Hausmüll auf ein Drittel und sein ursprüngliches Volumen auf etwa ein Fünftel reduziert.

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