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Restmüll

Mechanisch-biologische Abfallbehandlung

(MBA)

In einer mechanisch-biologischen Abfallbehandlungsanlage werden Rest- und Sperrmüll durch eine Kombination von mechanischen und biologischen Verfahren behandelt, um den Anforderungen der Deponieverordnung zu entsprechen (Heizwert unter 6.000kJ/kg Trockensubstanz).

In Niederösterreich gibt es zur Zeit (2014) vier mechanisch-biologische Abfallbehandlungsanlagen (MBA St. Pölten, MBA Wr. Neustadt, Sortier- und Kompostieranlage Breitenau, Restmüllkompostierungsanlage Fischamend). Gemeinsam verfügen diese Anlagen über eine Jahreskapazität von 138.000 Tonnen.

Mechanische Behandlung

Der angelieferte Rest- und Sperrmüll wird in einem Shredder zerkleinert. Mit Hilfe eines Metallabscheiders (Magnet) werden die Eisenmetalle aussortiert - diese können der Verwertung zugeführt werden. Der Restmüll gelangt auf ein Rüttelsieb, die am Sieb verbleibende so genannte heizwertreiche Fraktion (v.a. Kunststoffe, Papier, …) wird in weiterer Folge in thermischen Behandlungsanlagen (MVA) verbrannt. Die Abfälle, die durch das Sieb durchgehen, werden biologisch weiterbehandelt.

Biologische Behandlung

In den Anlagen Breitenau und Fischamend erfolgt die biologische Behandlung als offene, überdachte Mietenkompostierung - ähnlich der Biomüllkompostierung. In St.Pölten und Wr. Neustadt kommen Rottetunnel zum Einsatz.

Der Müll wird gemischt, befeuchtet und mittels Radlader in die Rottetunnel gefüllt. Hier bleibt er für ca. 14 Tage. Danach wird er wieder ausgetragen, gemischt, befeuchtet und für weitere 14 Tage in die Rottetunnel eingebracht. Im Anschluss daran werden mit einem Metallabscheider nochmals die Eisen- und Nichteisenmetalle abgeschieden. Das Material wird gesiebt, wobei wieder eine heizwertreiche Fraktion abgetrennt wird. Der verbleibende Rest gelangt für weitere vier Wochen in die so genannte Fertigrotte und wird anschließend auf der Deponie abgelagert.

Die bei der Tunnelrotte entstehende Abluft wird über Biofilter geleitet und so gereinigt und v.a. von Gerüchen befreit. Bei der mechanisch-biologischen Abfallbehandlung wird ein Drittel des Ausgangsgewichtes als thermische (heizwertreiche) Fraktion zur Energiegewinnung genutzt. Der so genannte Rotteverlust macht ein weiteres Drittel aus, der Rest muss deponiert werden.

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