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Restmüll

Deponierung

In Niederösterreich wurde Restmüll bis Ende 2003 üblicherweise deponiert. Durch die Deponierung von Restmüll entstehen Emissionen (Deponiegas und Deponiesickerwasser), die die Umwelt gefährden.

Vor allem biogene Abfälle begünstigen verschiedene Reaktionen im Deponiekörper, wobei so genannte „Deponiegase“ entstehen. Das darin enthaltene Methan kann zu Explosionen führen und bei Freiwerden in der Atmosphäre den Treibhauseffekt verstärken. Es muss daher durch entsprechende Entgasungseinrichtungen erfasst und „abgefackelt“ (= verbrannt) werden.

Durch eintretende Niederschläge entsteht Sickerwasser, das beim Durchsetzen des Deponiekörpers Schwermetalle und sauerstoffzehrende Verbindungen aufnimmt. Dieses Deponiesickerwasser darf nicht in den Untergrund gelangen. Es muss gesammelt und einer entsprechenden Behandlung (Kanalisation, Rückverrieselung) zugeführt werden.

Nach ihrer Fertigverfüllung muss eine Deponie auch nach „obenhin“ abgedichtet werden. Dadurch soll eine fortwährende Flüssigkeitseintragung (durch Niederschläge), welche die chemischen Vorgänge immer wieder ankurbelt, unterbunden werden.

Das Reaktionspotenzial des abgelagerten Mülls verlangt einen generationsübergreifenden Nachsorgezeitraum (dieser kann sich über Jahrzehnte bis Jahrhunderte erstrecken). Das bedeutet, dass nach Verfüllung der Deponie das anfallende Sickerwasser in entsprechend ausgestatteten Kläranlagen entsorgt und auch das Deponiegas noch weiterhin erfasst werden muss.

War man bis 2003 vor allem um äußere Sicherheit - beeinflussbar durch die Parameter Standort und technische Ausgestaltung - bemüht, so wird seit 2004, bedingt durch die Deponieverordnung, Hauptaugenmerk auf die Qualität des „Deponiegutes“ (=innere Sicherheit) gerichtet.

Die Verordnung des Bundesministers für Umwelt über die Ablagerung von Abfällen aus dem Jahr 1996 (Deponieverordnung, BGBl. II 2004/49) sieht vor, dass Abfälle vor ihrer Endablagerung behandelt werden müssen. Diese Behandlung hat so zu erfolgen, dass der enthaltene organische Kohlenstoff (TOC) maximal 5 Masse-% oder der Energiegehalt pro Kilogramm Trockensubstanz maximal 6.000 kJ beträgt.

In Niederösterreich werden als Behandlungsverfahren die thermische Verwertung (Müllverbrennung) und mechanisch-biologische Verfahren angewendet.

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